{"id":2163,"date":"2023-08-23T07:12:38","date_gmt":"2023-08-23T07:12:38","guid":{"rendered":"https:\/\/burgspiele-altleiningen.de\/?page_id=2163"},"modified":"2023-08-23T12:50:09","modified_gmt":"2023-08-23T12:50:09","slug":"2023-grandioses-comeback","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/burgspiele-altleiningen.de\/?page_id=2163","title":{"rendered":"2023 &#8211; Grandioses Comeback"},"content":{"rendered":"<h6 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><strong>Grandioses Comeback<\/strong><\/h6>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Quelle: Rheinpfalz vom 19.06.2023 &#8211; Anja Benndorf<\/h6>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p><strong>Ein wahrliches Meisterwerk liefern die Altleininger Burgspieler in dieser Saison mit ihrer Inszenierung des schwarzromantischen Wilhelm-Hauff-M\u00e4rchens \u201eDas kalte Herz\u201c ab. Nach drei schwierigen Jahren startet das Amateurtheater damit endlich wieder eine gro\u00dfe Sommerproduktion. Dabei wird, wie die Premiere am Samstag bewies, eine kleine, zeitlose Geschichte grandios und \u00e4u\u00dferst ideenreich erz\u00e4hlt.\u00a0<\/strong><em>V<\/em><em>on Anja Benndorf<\/em><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p>Einige Aspekte dieses \u201eComebacks\u201c: Endlich k\u00f6nnen die Altleininger Burgspieler wieder ohne Einschr\u00e4nkungen auf der B\u00fchne agieren, endlich haben auch die letzten Kulturfreunde ihre \u00c4ngste und Hemmungen \u00fcberwunden, trauen sich wieder zusammenzusitzen und nahe beieinander einen unterhaltsamen Abend zu genie\u00dfen. In der Pause werden die rund 250 G\u00e4ste mit Erfrischungen aus der Region bewirtet. Da seit 2018 leider keine Kooperation mehr mit der Jugendherberge existiert, ist das ein erheblicher Aufwand f\u00fcr das Amateurtheater. Pro Auff\u00fchrung werden allein f\u00fcr den Ausschank sechs Helferinnen und Helfer ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Aber das organisieren die Burgspieler gern \u2013 zumal bei vollem Haus. Davon h\u00e4tten sie bis vor kurzem nicht zu tr\u00e4umen gewagt, wie Vorstandsmitglied Martin Steinmetz bei der Begr\u00fc\u00dfung andeutet. \u201eEs ist eine Riesenfreude f\u00fcr uns, Sie hier alle zu sehen. Nachdem man sich nach Corona schon fast damit abgefunden hatte, dass 60 Prozent Auslastung das neue Ausverkauft ist.\u201c Dem Publikum hat das Theater wohl auch gefehlt, der einstige Ehrungssaal der Festungsruine ist bis auf den letzten Platz belegt. Und niemand wird entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Die Darsteller strotzen nur so vor Spielfreude. Der Applaus bei der Premiere des M\u00e4rchens \u201eDas kalte Herz\u201c von Wilhelm Hauff will jedenfalls nicht enden. Die Besucher sind vollends begeistert. Sicherlich ist es auch der Pandemie \u201ezu verdanken\u201c, dass die diesj\u00e4hrige Saisoner\u00f6ffnung besonders gut gelungen ist. Die Mimen sind mit viel Motivation und Lust bei der Sache, wollen beste Qualit\u00e4t abliefern, nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Und sie haben offensichtlich drei Jahre lang kein Ventil f\u00fcr ihre Kreativit\u00e4t gefunden, die sich quasi aufstaute und nun mit voller Macht zeigen will und muss, was in ihr steckt.<\/p>\n<p>Eine tolle Idee sind die Kost\u00fcme: Details wie beispielsweise Kn\u00f6pfe, Revers, G\u00fcrtel und Schleifen sind oft aufgemalt worden. Grandios ist auch die Kulisse: ein Schwarzwald und eine Wirtshaus aus Pappe. Aus dem von der Sausenheimer Wellpappenfabrik gespendeten leichten Material wurde ein sehr wirkungsvolles stabiles B\u00fchnenbild konstruiert \u2013 was eine enorme Herausforderung war. Am besten sind die Wechsel zwischen den einzelnen Szenen. Zu intensivem Gezwitscher sieht man gro\u00dfe V\u00f6gel Baumst\u00e4mme durch die Gegend schleppen.<\/p>\n<p>Einfallsreiche Effekte in nahezu allen Bereichen: F\u00fcr die musikalische Untermalung in der Kneipe sorgt ein Quartett aus Carina Altheimer, J\u00fcrgen Keth, Eva Mittr\u00fccker und Kyra Schilling. Letztere hat zwei Songs komponiert, die im Chor der Wirtshausg\u00e4ste durchaus passabel gesungen werden \u2013 das Lied der Fl\u00f6\u00dfer und das der Glasbl\u00e4ser, die gut von ihrem Handwerk leben k\u00f6nnen. Anders als der K\u00f6hler Peter Munk (Felix Decker), der deshalb verspottet wird. Das will dieser sich nicht l\u00e4nger gefallen lassen. Er bittet die Waldgeister um Hilfe. Das gute Glasm\u00e4nnlein, das als von Oliver Kesberger gef\u00fchrte, mit Rauch umwehte Marionette erscheint, erf\u00fcllt ihm W\u00fcnsche. Doch Kohlenpeter kann damit nicht umgehen, verspielt buchst\u00e4blich all seine Chancen und sein Geld am W\u00fcrfel- und Pokertisch mit dem Tanzbodenk\u00f6nig (Leon Radmacher) und dem reichen Ezechiel (Klaus Stemler). Die Wirtin (Manuela Spie\u00df) wartet schlie\u00dflich vergeblich auf das Begleichen der Zeche, die Mutter (Ute Schmitt), die zun\u00e4chst sehr stolz auf ihren Sohn ist, macht sich bald schon gro\u00dfe Sorgen um ihn. Hervorragend stellt Decker die charakterliche Verwandlung des Protagonisten ins Negative dar.<\/p>\n<p>Noch schlimmer wird es, als er dem b\u00f6sen Holl\u00e4ndermichel (Willy Hiebert) sein Herz verkauft und sich daf\u00fcr eines aus Stein einsetzen l\u00e4sst. Beeindruckend: Der Geist kann sein Gesicht vorausschicken. Dazu wurde ein Foto von Hiebert verfremdet, vergr\u00f6\u00dfert und auf Leinen aufgedruckt. F\u00fcr die dreidimensionale Wirkung sind einige Partien, etwa die Nase, abgen\u00e4ht worden. Zwei Mitwirkende lassen den riesigen Kopf durch den Raum schweben, wobei sie eine Falte im Stoff als Mund bewegen.<\/p>\n<p>Die ganze Auff\u00fchrung lebt vom phantastischen Einsatz der rund 25 Akteure im Rampenlicht, die die Spielfl\u00e4che auch auf den Zuschauerraum und den Hof ausweiten, was dem ganzen Geschehen mehr Tiefe verleiht. Und sie lebt von unz\u00e4hligen Licht- und Soundeffekten, die vom Regie-Team unter Leitung von Susanne Rechner einfallsreich entwickelt wurden und nun von Technikern hinter den<br \/>Kulissen passgenau eingespielt werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grandioses Comeback Quelle: Rheinpfalz vom 19.06.2023 &#8211; Anja Benndorf Ein wahrliches Meisterwerk liefern die Altleininger Burgspieler in dieser Saison mit ihrer Inszenierung des schwarzromantischen Wilhelm-Hauff-M\u00e4rchens \u201eDas kalte Herz\u201c ab. 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